Angefangen hat es mit einem Kind, das mir vertraut hat.
Ausbildung zum Sozialassistenten. Direkte Arbeit mit Kindern. Ich habe gelernt, wie Vertrauen entsteht — langsam, fragil, kostbar. Wie Bindung ein Kind trägt. Und wie schnell beides zerstört werden kann.
Was ich damals nicht wusste
Ich würde eines Tages auf der anderen Seite stehen.
Bei IT-SEAL habe ich Social Engineering auf professionellem Niveau gelernt. Nicht aus dem Lehrbuch — sondern in der Praxis. Phishing-Simulationen, psychologische Angriffsvektoren, Mitarbeitersensibilisierung. Ich habe Menschen dazu gebracht, Dinge zu tun, die sie nie tun wollten. Passwörter weitergegeben. Links geklickt. Vertrauen verschenkt.
Es hat erschreckend wenig gebraucht.
Diese Arbeit führte mich irgendwann in Bereiche, in die die wenigsten freiwillig schauen.
OSINT-Recherchen. Forensikprojekte. Das Darknet.
Ich habe verstanden, wie Täter strukturiert vorgehen. Wie sie kommunizieren, wie sie Netzwerke aufbauen, wie sie Opfer auswählen — geduldig, methodisch, gezielt. Nicht aus Zufall. Sondern weil das System es ihnen leicht macht.
Kinder, die niemand auf dem Radar hatte.
Das lässt einen nicht los.
Was mich seitdem antreibt
Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte schützen Kinder mit Wissen aus einer anderen Zeit. Sie warnen vor dem „komischen Fremden“ — während Täter längst dort sind, wo Kinder täglich unterwegs sind. Roblox. Discord. YouTube.
Mit denselben Prinzipien, die ich aus der IT-Security kenne. Nur angewendet auf die Verletzlichsten.
Diese Lücke zu schließen — das ist der Grund für digitaler-kinderschutz.de.
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